Zuschuss für Einbruchschutz bald wohl auch bei Neubauten

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Auf Antrag der Innenminister sollen künftig mehr Menschen in Deutschland Geld vom Staat bekommen, wenn sie Haus oder Wohnung gegen Einbrecher schützen. So fordern die Länder vom Bund, dass die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) künftig auch Einbruchschutz in Neubauten mit Zuschüssen fördert. Das geht aus einer Beschlussvorlage für die Innenministerkonferenz der Länder hervor.

Bisher gilt die Förderung von bis zu 1600 Euro laut KfW nur für „Bestandsgebäude“. Trotz bundesweit rückläufiger Fallzahlen bei Wohnungseinbruchdiebstählen spricht sich die Innenministerkonferenz für eine „konsequente Ausweitung des Einbruchschutzes in den KfW-Programmen der Bundesregierung aus“. Gerade „die Förderung der technischen Sicherung bei Neubauvorhaben ist mit Blick auf den zu deckenden Wohnraumbedarf von besonderer Bedeutung“, heißt es. Der Beschluss wurde durch die Vorkonferenz zur „Freigabe“ empfohlen. Den Antrag hatte Schleswig-Holstein eingebracht.

Dessen Innenminister Hans-Joachim Grote sagte dazu: „Ein Punkt hat sich aus schleswig-holsteinischer Sicht nachweislich bewährt: die Förderung des baulichen Einbruchschutzes. Denn in den vergangenen Jahren ist die Versuchsquote gestiegen – was nichts anderes bedeutet, als dass immer häufiger Einbrecher scheitern.“ Bundesweit gab es demnach 2015 etwa 160.000 Wohnungseinbrüche. Durch polizeiliche und politische Maßnahmen sei diese Zahl 2018 bis auf 97.000 heruntergedrückt worden.