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Irrtümer bei der Krankschreibung

Eine Krankschreibung vom Arzt muss vom Chef in jedem Fall akzeptiert werden? Und wer krank ist, dem darf nicht gekündigt werden? Nicht alles, was man zum sogenannten "gelben Zettel" hört, muss auch tatsächlich stimmen.

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU), landläufig auch als Krankschreibung bezeichnet, hat arbeitsrechtlich eine große Bedeutung – denn sie berechtigt Arbeitnehmer dazu, ihrem Arbeitsplatz fern zu bleiben. Doch die Verunsicherung rund um dieses Thema ist groß. Hier wird mit einigen Irrtümern aufgeräumt:

  • Wer krankgeschrieben ist, muss das Bett hüten
    Es ist ein weit verbreiteter Trugschluss, dass man zu Hause bleiben muss, wenn man krankgeschrieben ist. Arztbesuche oder der Gang zur Apotheke sind natürlich erlaubt. Auch Einkäufe im Supermarkt kann man jederzeit tätigen oder auch sein Kind aus der Schule beziehungsweise vom Kindergarten abholen. Sogar Freizeitbeschäftigungen wie Kino oder ein Restaurantbesuch sind möglich, ebenso wie beispielsweise eine Zugfahrt zu den Eltern. Grundsätzlich gilt: Alles, was die Heilung nicht verzögert, ist erlaubt – und der Mitarbeiter kann während der Arbeitsunfähigkeit machen, was er will. Was aber keinesfalls geht und eine fristlose Kündigung nach sich ziehen kann ist, während der Krankschreibung für einen anderen Arbeitgeber zu arbeiten.
  • Wer krankgeschrieben ist, darf nicht arbeiten
    Eine Krankschreibung ist nicht gleichbedeutend mit einem Arbeitsverbot, das beispielsweise auf Grundlage des Mutterschutzgesetzes ausgesprochen werden kann. Der "gelbe Schein" beinhaltet zunächst einmal nur eine Prognose des Arztes darüber, wie lange die Arbeitsunfähigkeit anhalten wird. Wer zwei Wochen krankgeschrieben ist, sich aber schon wieder gesund fühlt, darf nicht nur an seinen Arbeitsplatz zurückkehren, sondern ist grundsätzlich sogar dazu verpflichtet.
    Wer sich allerdings trotz offensichtlicher Krankheitssymptome zur Arbeit schleppt, den darf der Chef auch wieder nach Hause schicken. Denn der Arbeitgeber hat eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Mitarbeitern. Diese bezieht sich sowohl auf den kranken Mitarbeiter, der aufgrund falsch verstandener Solidarität mit den Kollegen seine Gesundheit aufs Spiel setzt, als auch auf die Kollegen, die sich potenziell anstecken könnten.
  • Wer krankgeschrieben ist, dem darf nicht gekündigt werden
    Eine fataler Irrtum ist es zu glauben, der Chef könne seinem Beschäftigtem grundsätzlich auch während der Krankschreibung die Kündigung präsentieren. Die Krankmeldung mache den Rauswurf nicht generell unwirksam – einen krankheitsbedingten Kündigungsschutz kenne das Gesetz nicht. Es ist grundsätzlich sogar möglich, dass der Arbeitgeber aufgrund einer Erkrankung die Kündigung ausspricht. Hierfür gibt es jedoch sehr strenge Voraussetzungen: Die Zukunftsprognose muss negativ sein – und eine Ausfallzeit von mindestens sechs Wochen pro Jahr zu erwarten. Dies kann beispielsweise bei Suchterkrankungen der Fall sein.
11.03.2019 10:43 Alter: 75 Tage